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Zum Artikel „Kritik am Aus der Förderung von Kindern“ (WAZ vom 26.7.2017)

Herrn Göddertz MdL muss man bei seinen Ausführungen zu Gute halten, dass er in den vergangenen 7 Jahren kein Mitglied des Landtags war und Entscheidungen in der Vergangenheit nicht mitzuverantworten hatte. Dennoch überrascht es mich schon ein wenig, dass er zu verdrängen scheint, welche katastrophale Bilanz Rot-Grün hier nach 7 Jahren vorweisen musste. Auch die Bewertungen in den Medien scheint Herr Göddertz nicht zu kennen.

Der Armutsbericht des paritätischen Wohlfahrtsverbandes beispielsweise hat Anfang des Jahres dem Land ein verheerendes Zeugnis ausgestellt. So zeigt dieser Armutsbericht, dass in NRW unter der Regierung Kraft mehr statt weniger Kinder zurückgelassen wurden. Frau Kraft ist hier ihrem eigenen Anspruch nicht gerecht geworden. Denn dem Bericht nach wachsen 24 Prozent der Kinder in NRW in relativer Armut auf. Das ist die sozialpolitische Bilanz von Rot-Grün und das ist nichts, dem man nachtrauern müsste.

Es ist daher nur folgerichtig, dass die neue NRW Koalition sich dieses Themas umgehend angenommen hat und das wenig erfolgreiche Programm „Kein Kind zurücklassen“ einer Prüfung unterzieht. Wie es ab 2019 konkret weitergeht und ob überhaupt, wird der Evaluierungsprozess zeigen. Schwerpunkt wird aber für die NRW Koalition sein, die Ursachen von Armut zu bekämpfen und dabei insbesondere in Bildung verstärkt zu investieren, um den Kindern in unserem Land bessere Chancen für ihr späteres Leben einzuräumen.

(Foto: WAZ Bottrop vom 1. August 2017)